CSU stimmt gegen gleiche Förderung von Hochschulen im ländlichen Raum

09. Juni 2017

Die CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag hat einen Antrag der SPD abgelehnt, der eine gleiche Finanzierung von dezentralen Studienangeboten und Hauptstandorten fordert. Bei dezentralen Standorten müssen die Standortkommunen die Kosten für den Bau, die Einrichtung und für die laufenden Betriebskosten erbringen. Bei den Kernorten der Fachhochschulen trägt die Kosten weitgehend der Freistaat.

Initiator der Antrags, Günther Knoblauch (SPD) erläutert: „Auf eine Kommune hat es positive Auswirkungen, wenn sie Standort eines dezentralen Studienangebots wird. Dies gilt sowohl für die Hochschulhauptstandortkommunen, als auch für die dezentralen Standortkommunen. Die momentan geplanten dezentralen Studienangebote sollen vorwiegend in Räumen mit besonderem Handlungsbedarf entstehen – die finanziellen Mittel für die Hochschulen sind hier jedoch nicht vorhanden bzw. es führt zu erheblichen Belastungen.

In Burghausen beispielsweise handelt es sich um rund 15 bis 20 Millionen Euro für ein Laborgebäude. In Mühldorf belaufen sich die Kosten auf ca. 12 Millionen Euro allein für den Bau, ohne Betriebskosten. Dass die Regierungspartei unseren Antrag ablehnt ist Hohn gegenüber dem ländlichen Raum. Die Regionalisierung ist gewollt und soll zur Stärkung des ländlichen Raums beitragen, aber dann sollen die Kommunen zahlen und werden finanziell belastet – das ist widersinnig.“

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