Ostumfahrung von Mühldorf schneller als gedacht realisierbar

16. April 2018

Der innerstädtische Verkehr wird zu einem immer drängenderen Problem in Mühldorf. Hauptgrund ist, dass die stark wachsende Stadt nur über zwei Nord-Süd-Verbindungen verfügt, die sowohl vom Personen- als auch vom Güterverkehr stark genutzt werden. Alleine auf der Staatsstraße 2092 über den Stadtberg sind laut einer Verkehrszählung aus dem Jahr 2015 täglich bis zu 16.500 Fahrzeuge unterwegs. Deshalb hat der SPD-Heimatabgeordnete Günther Knoblauch sich bezüglich einer Ostumfahrung der Stadt an das Innenministerium gewandt – und das Ministerium zeigt nun eine Möglichkeit auf, diese schneller als gedacht zu realisieren.

Die Stadt hat bereits vor Jahren in ihrem Flächennutzungsplan einen Ostkorridor vorgesehen, der allerdings bisher noch nicht in den derzeit geltenden 7. Ausbauplan für Staatsstraßen des Freistaates aufgenommen worden ist. Erst danach kann der Bau seitens des Freistaates geplant und vollzogen werden. Das muss aber erst im Zuge der Fortschreibung geprüft werden.

Schneller ginge das, wenn die Stadt die Ostumfahrung im Rahmen ihrer gemeindlichen Sonderbaulast selbst baut. Dafür erhält die Stadt Fördermittel aus dem Sonderbaulastprogramm für den Bau von Ortsumgehungen im Zuge von Staatsstraßen (Art. 13f Finanzausgleichsgesetz FAG)

Die Durchquerung der Stadt Mühldorf stellt derzeit auch für den Wirtschaftsstandort Südostbayern ein erhebliches Nadelöhr beim Transport Richtung Süden, Richtung Italien und Mittelmeerhäfen dar. „Das muss dringend beseitigt werden, um die Prosperität der Region zu erhalten“, betont Günther Knoblauch.

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